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"Es liegt an uns die Sprache des Pferdes zu erlernen, denn wir Menschen wollen etwas vom Pferd"

Über mich: Der Weg vom klassisch Englisch Reiten bis zu Horsemanship war und ist ein langer Weg. Durch das Gestüt meines Vaters wurde mir die Beziehung zu Pferden sozusagen in die Wiege gelegt und so erlernte ich auch als Junge das traditionelle Englisch Reiten. Durch die in der Kindheit entstandene Liebe und Verständnis gegenüber diesen edlen Tieren, erkannte ich, dass dieser Umgang mit Pferden für mich nicht der Richtige ist. Ich suchte nach Lösungen und fand so zum Westernreiten, was mir Anfangs als eine echte Alternative erschien. Aber auch diese Alternative vermochte es nicht meiner Ethik, welche Achtung und Respekt gegenüber dem Pferd voraussetzt, gerecht zu werden.In vielen internationalen Turnieren im Westernreiten kam dann für mich die letzte Gewissheit, das der Westernreitsil, so wie er in Turnieren angewendet wird, nicht der richtige ist.
Nach weiterem Suchen und durch langjährige Erfahrung mit meinen Pferden, führte mich schließlich mein Weg zu Horsemanship. Über Horsemanship fand ich den lange gesuchten und definitiven Zugang zum Wesen des Pferdes, die Möglichkeit meinen Traum, die absolute Harmonie zwischen Mensch und Pferd, wahr werden lassen. Als Trainer führe ich speziell gestaltete Kurse seit Jahren erfolgreich in weiten Teilen Europas durch. Meine Passion - Pferde - und die Erfahrung mit ihnen, so wie das Einfühlungsvermögen zu Pferd und Reiter, verhelfen den Kursteilenehmern zu einem tieferen Verständnis der "Sprache" ihres Pferdes und führt so zu einer harmonischen Verbindung und Partnerschaft.
Es gibt hunderte von DVDs, Videos oder Bücher über Pferde, Trainer und Ausbildungsmethoden. Die meisten beschreiben das Verhalten von Pferd und Reiter.
Das was Sie hier lesen ist nichts Neues. Es ist lediglich eine ganz persönliche Ansicht, die auf meiner langjährigen Erfahrung mit Pferden basiert.
In den letzten Jahren stellte ich fest, das bei vielen Pferdebesitzern der Wunsch nach Harmonie mit ihren Pferden größer geworden ist. Dies ist ein Grund für den Entschluss meine Erfahrungen mit den Pferden aufzuschreiben. Ein weiterer Grund ist, das ich dadurch den Pferden helfen kann, helfen in dem sie vermehrt rücksichtsvolle und verantwortungsvolle Besitzer bekommen.
Aus meiner Erfahrung ist nicht das Pferd das Problem, sondern es sind die Menschen. Wir haben fast immer eine Erwartungshaltung an das Pferd. Wir haben Ziele, wollen Preise gewinnen, wollen ausreiten und dabei viel Spaß haben. Dies ist grundsätzlich nicht falsch. Es geht hier nur um das WIE. Wie wollen wir diese Ziele erreichen? Oft ist es so, das wir genaue Zeitpläne aufstellen, damit wir so schnell wie möglich das Ziel erreichen. Wir leben in einer völlig anderen Welt, einer Welt die vor allem auf unserem Intellekt basiert. Das Pferd hat nicht die gleichen Ziele wie wir, denn sein Ziel ist primär die Nahrungsaufnahme. Sein Tagesablauf richtet sich nach Tageslicht, Wärme, Kälte, Wind, Regen usw. Wir aber haben eine Uhr in uns, die uns sagt, ich möchte heute mit dem Pferd Übung xy erreichen, das Pferd nicht. Wir wollen was vom Pferd und nicht das Pferd von uns...

Lernen mit dem Pferd beginnt am Boden
„Das Pferd zeigt uns den Weg und wir lernen gemeinsam mit dem Pferd “ Um Harmonie mit dem Pferd zu erreichen, muss ich mich zuerst selbst kennen. Ich muss Wissen wer ich bin, wie reagiere ich, wo sind meine Stärken und vor allem wo sind meine Schwächen. Dies ist die erste Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander.
Respekt und Vertrauen muss ich mir verdienen indem ich auf das Pferd eingehe und lerne mich authentisch zu verhalten. Respekt hat mit Vertrauen zu tun. Vertrauen muss erarbeitet werden. Das Pferd zeigt dir wann die Zeit für den nächsten Schritt da ist .
Was mir immer wieder auffällt, ist die Ungeduld, mit der viele mit den Pferden arbeiten. Wir stellen uns immer wieder Ziele und wollen die in einer bestimmten Zeitrahmen erreichen. Das solche Vorhaben zum Scheitern verurteilt sind, ist für mich klar. Nicht WIR bestimmen den Zeitpunkt, wann wir etwas erreichen, sondern das Pferd. Das Pferd ist keine Maschine die nach dem Prinzip Gas geben und schon geht's schneller, funktioniert. Es gibt einen ganz bestimmten Weg. Dieser Weg heißt Partnerschaft. Das bedeutet, wir übernehmen Verantwortung und dies wiederum bedeutet, das wir weder das Pferd noch uns überfordern dürfen. Wenn unser Ehrgeiz aber immer so stark ist, das wir permanent ein sichtbares Resultat haben müssen, dann haben wir das wesentliche vom Wesen Pferd nicht verstanden, nämlich, dass das Pferd ein Fluchttier ist und seine eigenen Gesetze hat.
 Wir müssen lernen das Pferd zu verstehen. Wir müsse lernen die Zeichen die uns ein Pferd gibt zu lesen. Jedes Pferd zeigt uns immer alles sehr genau an. An uns liegt es diese Zeichen zu erkennen. Dazu gehört viel Aufmerksamkeit. Wenn wir mit dem Pferd arbeiten, müssen wir uns NUR auf das Pferd konzentrieren. Eine erfolgreiche Arbeit mit dem Pferd, lässt keine Halbheiten zu. Nur 100% zählt und führt zum Erfolg.
Wenn ich auf einer Koppel bin und eine Herde beobachte, kann ich viel sehen. Das Ranghöchste Pferd ist immer an erster Stelle. Bewegt sich die Herde, darf kein Pferd auf Kopfhöhe des Ranghöchsten Pferdes sein.
Falls sich doch mal ein Pferd über diese Grenzen wagt, reagiert es mit anlegen der Ohren und Drohgebärde. Sogar mit einem Biss verschafft sich die Leitstute/Hengst Respekt und behauptet sich als ALPHA


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TOUCH ME
Was bedeutet das ? Touch ME bedeutet nichts anderes als berühre mich!
Eine Methode die ich in jahrelanger Erfahrung entwickelt habe
Alles basiert auf Berührung und der Kommunikation mit dem Pferd. Gehe ich zu einem Pferd ist es wichtig das ich das Pferd als erstes berühre und so mit ihm Kontakt aufnehme. Danach muss ich raus finden, in was für einer Gemütsverfassung mein Pferd ist. Ich checke Ohren, Augen, Mund, Hals, Schweif und und...
Falls mein Pferd nicht gut gelaunt ist, versuche ich seine Laune in eine positive zu verändern. Dies geht wieder mit „Touch ME“. Also berühre ich mein Pferd, was soviel heißt, ich streichle mein Pferd.
Bei allem was wir mit den Pferden machen, ist eines wichtig:
die Übungen müssen interessant und abwechslungsreich sein. Das Lernen soll dem Pferd Freude machen. Dadurch kommt auch der Leistungswille vom Pferd.


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